Werkzeug und Technik beeinflussen zwar die Gestalt
der Buchstaben, aber sie schaffen die Form nicht. Das muß
der Mensch tun, zum Beispiel ich. Natürlich nicht ich allein,
viele arbeiten auf diesem Feld, doch jeder von ihnen muß
seine eigene Form finden.
Ich arbeite und probiere. Ich probiere mit verschiedenem
Werkzeug, wechsle das Material. Dieses Tun ist der Ausgangspunkt
des schöpferischen Prozesses, hier entwickelt
sich die Form.
Mit dem sinnlichen Erfassen des soeben Entstandenen setzt
das Nachdenken ein, das Kontrollieren, das Vergleichen mit
den vorherigen Arbeiten. Gestalten spielt sich ab im Wechsel
zwischen Entwerfen und Reflektieren.
Das Ziel meiner Arbeit ist das gut gestaltete Schriftbild oder
Schriftobjekt. Alle Reflexionen müssen darin eingegangen
sein.
Im Streben und Suchen nach der besseren Form wächst die
Einsicht, werden die eigenen Grenzen deutlich.
Es geht weiter, schrittweise. Die Schritte sind klein, der Weg
ist lang und mühsam. Ich gehe voran, ohne den Endpunkt
zu kennen.
Das Glücksgefühl, das sich einstellt, wenn etwas gelungen
ist, dient als Kompass auf dem Wege.